Sonntag, 14. Mai 2017

Es gibt mehr Wälder auf der Welt als wir dachten

Ich hatte schon von mehreren Untersuchungen berichtet, die während der Zeit der Satellitenbeobachtungen eine Zunahme der Biomasse auf der Erde berichtet hatten.

Nun gingen Wissenschaftler noch einen Schritt weiter und verglichen die Satellitenaufnahmen von Waldflächen in Trockengebieten mit den Zuständen vor Ort, also indem sie anhand von hochauflösenden Fotos die entsprechenden Gegenden genauer untersuchten. Aufgrund von 200.000 untersuchten Gebieten kamen sie zum Schluss, dass es auf der Erde 467 Millionen Quadratkilometer, also ungefähr 9% mehr Waldfläche gibt, als bisher angenommen.

Die Arbeit von Bastin et al wurde kürzlich in der Zeitschrift Science veröffentlicht.



Damit ließe sich auch zum Teil die Tatsache erklären, dass sich in der Atmosphäre nur halb soviel CO2 befindet, als von Menschen aus fossilen Quellen hinzugefügt wird. Erhöhte Konzentrationen von CO2 führen in Gewächshäusern zu verstärkten Wachstum. Gleichzeitig wird dabei der Wasserbedarf verringert, oder andersherum, die Pflanzen wachsen auch noch bei verringerter Wasserzufuhr.

Können Windkraft und Photovoltaik den Verbrauch an fossilen Brennstoffen entscheidend verringern?


Hier sehen wir eine Grafik der International Energy Association erstellt im Jahre 2016:
https://s3.amazonaws.com/jo.nova/graph/energy/renewables/world-energy-iea-global-2016.gif
Einige interessante Erkenntnisse:
  • Erneuerbare Energien sind großteils Holz, Pflanzenabfälle, Torf, Biogas und Dung von Rindern und Kamelen. Sie machen rund 10% des Energieverbrauchs unserer Erde aus.
  • Wasserkraft liefert um die zweieinhalb Prozent.
  • Andere Erneuerbare, nämlich Erdwärme, Wind, Sonne und Gezeiten tragen zusammen nur etwas mehr als ein Prozent zum Energieverbrauch bei.
Jährlich wächst der Energiebedarf unserer Erde um ca. 2%. Das liegt nicht an uns reichen Industrienationen. Auch Menschen aus anderen Ländern wollen etwas besser leben und nicht mehr in einer verrauchten, dunklen Hütte wohnen.

Wollten wir diesen Zuwachs an Energiebedarf mit Windkraft decken, müssten jährlich 350,000 neue 2 MW-Windräder gebaut werden.

Zur Zeit gibt es weltweit 341,320 Windturbinen.

Öfter hören wir, dass an bestimmten Tagen in Deutschland die gesamte Energie aus Erneuerbaren Energien erzeugt wurden. Doch hierbei handelt es sich um den Stromverbrauch. Der macht nur ein Fünftel des ganzen Energiebedarfs aus.

Am Primärenergiebedarf Deutschlands hat laut Bundeswirtschaftsmnisterium Photovoltaik einen Anteil von 1% und Windkraft 2,1%. Interessanterweise waren es im Vorjahr noch 2,4% bei der Windkraft. Hatten wir 2016 eine Flaute?

Hier die aktuelle Grafik:

Primärenergieverbrauch in Deutschland 2016 (13.427 PJ*); Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB), Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)

Anzumerken wäre, dass unter Biomasse auch das traditionelle Heizen mit Holz, Hackschnitzel und Pellets fällt.




Samstag, 25. Februar 2017

Sonntag, 19. Februar 2017

Im Winter nicht viel Erneuerbares...

Keine Sonne und kein Wind - das gibt es im Winter in Deutschland oft. Und deshalb müssen die gutem alten Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke herhalten.

Demnächst stehen die Kohlekraftwerke ganz allein da - wenn ab 2022 die restlichen Kernkraftwerke abgeschaltet sind.

Wobei es bei uns Menschen gibt, die auch noch die ganzen Kohlekraftwerke schließen wollen. Weil es im Winter mit Kerzen viel gemütlicher ist.



Wahrscheinlich sollten sie mal öfter bei der Agora Energiewende nachschauen.

In der Arktis ist es heute so warm wie vor siebzig Jahren


Hier die Temperaturkurve des Britischen Wetterdienstes:


Da haben die Eisbären ja nochmal Glück gehabt.

Die Sonne schwächelt wie schon seit 200 Jahren nicht mehr

Sonnenflecken werden seit mehreren Jahrhunderten beobachtet. Wenig Sonnenflecken bedeuten weniger Strahlung, vor allem weniger UV-Licht, aber auch weniger Sonnenwind.

Sonnenwind schirmt kosmische Strahlen ab. Weniger Abschirmung bedeutet mehr Wolkenbildung - es wir kälter auf der Erde. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Effekte der Sonnenflecken erst ca. 11 Jahre später auf der Erde auftreten, weil das Magnetfeld der Sonne alle 11 Jahre wechselt.

http://kaltesonne.de/wp-content/uploads/2017/02/bem2.png


Ein Vergleich der Sonnenflecken- Zyklen seit Beginn der Aufzeichnungen. Der jetzige Zyklus ist der Drittschwächste überhaupt. Seit 200 Jahren gab es keinen so schwachen wie diesen. Ein Zyklus dauert ungefähr 11 Jahre.

Es kann sein, dass wir gerade die Auswirkungen vom Sonnenzyklus 23 mitbekommen und dass der jetzige in ca 10 Jahren eine deutliche Abkühlung bewirkt.

Wieviel Energie muss man investieren, um Energie zu bekommen?


Um 100 kWh Elektrizität aus Wasserkraft zu bekommen, muss ma ca 1 kWh hineinstecken. An Bau- Transport- und Maschinenkosten.

Bei Biodiesel kriegt man 2 für 1. PV-Module 6:1, Wind 18:1, Atomstrom 1:15.

Man sieht auch, warum Kohle so attraktiv bleibt. 80 kWh für 1 kWh Investment.

Natürlich kann man die einzelnen Verhältnisse unterschiedlich berechnen. Aber man sieht doch, in welche Richtung das geht.



http://www.realclearenergy.org/charticles/2011/11/21/return_on_energy_invested_-_a_standard_for_comparing_energy_sources.html