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Montag, 25. April 2016

Temperaturdaten-Anpassung

Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen, dass einige Temperaturkurven sich auffällig von anderen unterscheiden. Die früheren Jahre werden kälter und die jetzigen Jahre wärmer. So entsteht der Eindruck, dass das Klima sehr viel wärmer geworden ist.

Professor Ole Humlum von der Universität Oslo hat sich mal die Mühe gemacht, und die Veränderungen untersucht. Was wir unten sehen, ist nicht eine Temperaturkurve. Hier wird gezeigt wie oft und wieviel an den Temperaturdaten der NASA/GISS herumjustiert wurde. Und zwar im Zeitraum von Mai 2008 bis April 2016, also in knapp 8 Jahren.

Die rote Linie zeigt die Änderungen, die am Wert vom Januar 2000 gemacht wurden. mehr als 20 Änderungen um einen Wert von ca 0,1°C höher.

Die blaue Linie zeigt die Änderungen, die am Wert vom Januar 1910 gemacht wurden. Auch ca. 20 Änderungen um einen Wert von ca. 0,15°C niedriger.

Insgesamt gab es hier eine menschengemachte Temperaturerhöhung um 0.24°C.
Zusätzlich zu den 0.45°C, die es ursprünglich waren.


NCDC adjustments to temperature

Ein Schelm, wer böses dabei denkt...

Freitag, 26. Februar 2016

Welchen Einfluss hat die Sonneneinstrahlung auf die Globaltemperatur? Teil 2

Beim 1. Teil sahen wir die Theorie, dass die Sonne unser Klima steuert - und zwar mit einer Verspätung von ca. 11-14 Jahren entsprechend den Schwankungen der Sonnenflecken.

Seit ca. 300 Jahren beobachtet man regelmäßig die Schwankungen der Sonnenflecken. Sie sind ohne Fernglas zu sehen (Aber bitte richtig abdunkeln!). Sonnenflecken sind Eruptionen auf der Sonnenoberfläche und verdunkeln punktweise die Abstrahlung. Ringsherum aber ist die solare Abstrahlung viel größer, so dass mit mehr Sonnenflecken die bei uns ankommende TSI (Total Solar Irradiation) oder Solareinstrahlung größer ist - aber nicht viel.

http://www.woodfortrees.org/plot/sidc-ssn/normalise/plot/pmod/normalise/plot/none


Hier sehen wir rot die Anzahl der Sonnenflecken im Vergleich mit der Solareinstrahlung grün. Die senkrechte Skala gibt die Schwankungen in Watt/m² an. Wie gesagt, das ist nicht viel. Die Solareinstrahlung kann man erst seit 1979 mit Satelliten messen. Die Sonnenflecken sind im gegenwärtigen Zyklus 24 so schwach wie um 1800 herum. Damals hatten wir weltweit eine Kälteperiode. Manche Wissenschaftler gehen das von aus, dass der nächste Zyklus noch schwächer wird, und man dann oft gar keine Sonnenflecken mehr sieht.

Hier noch einmal eine kürzere Zeitspanne:



Mit 10-14 Jahren Verspätung geht eine Wirkung (vermutlich Sonnenwind oder Sonnenmagnetismus) von der Sonne aus, die die Globaltemperatur beeinflusst. Ca. alle 11 Jahre polen sich die 4 Nord- und die 4 Südpole um und werden zum Gegenüber. Irgendwas geht auch im Inneren der Sonne vor, das diese Kraftwirkung verzögert austreten lässt.

Wenn nun die Temperatur mit einem ca. 11-jährigen Verzug zur TSI oder der Sonnenflecken schwankt, dann kann man in etwa die Temperaturentwicklung voraussehen. Seit den 60er Jahren hat die Sonnenfleckenzahl ständig abgenommen.

Wie schon im 1. Teil berichtet, gibt es laut Dr. Evans immer eine Übereinstimmung von Globaltemperatur und Sonneneinstrahlung - mit einem Versatz von ca 10 Jahren. Außer in den letzten Jahrzehnten. Interssant ist da eine Studie von Usoskin und Schüssler et. al.

http://www2.mps.mpg.de/dokumente/publikationen/solanki/c153.pdf

In dem englischen, aber recht leicht verständlichem und kurzem Papier wurde die Solareinstrahlung über 1150 rekonstruiert und mit der ebenso langen Globaltemperatur verglichen. Bei einem Versatz von 10 Jahren gab es sehr hohe Übereinstimmung, wieder bis auf die letzten Jahrzehnte. Alleine wegen der interessanten Graphen lohnt es sich, das PDF zu öffnen.

Allerdings wurden dabei für die letzten 100 Jahre die statistisch bearbeiteten Thermometermessugen verwendet, die eine eigentümliche und sehr starke Abweichung von den Satellitenmessungen der letzten vier Jahrzehnte hatten.

Als mögliche Ursachen für diese Abweichungen kommen hier in Frage;

  • Einflüsse wie Vulkanausbrüche, Ruß und Aerosole in der Luft, sowie der Fallout von Atombombenversuchen nach dem 2. Weltkrieg.
  • Fehlerhafte Verarbeitung der Temperaturdaten
  • Klimaerwärmung durch klimaaktive Gase wie CO2 und Wasserdampf.
In den nächsten Teilen werden wir uns näher damit beschäftigen, und auch mit der Frage, ob man mit den vorhandene historischen Daten und dem Versatz die zukünftige Temperaturentwicklung voraussagen kann.

Samstag, 30. Januar 2016

300 Wissenschaftler verlangen Aufklärung über Daten-"Erwärmung"



Einige Klimawissenschaftler von NASA und NOAA haben neue Datensätze herausgebracht, die eine starke Klimaerwärmung anzeigen.

Während Satelliten, Radiosonden und herkömmliche Oberflächen-Datensätze ein Verweilen des Globalklima auf einem hohen Niveau für 15 Jahre oder mehr anzeigen, steigt es bei den neuen Datensätzen ständig weiter an.

Wie wurden die Datensätze verändert?

Die Wissenschaftler nahmen die normalen Datensätze für Meeres-Oberflächentemperatur, die mit Eimern an einem Seil gemessen wurden und glichen sie neueren Datensätzen an, die am Kühlwassereinlass von Schiffen gemessen wurden. Der Schiffsrumpf hat eine höhere Temperatur als das Meerwasser, was die Thermometer beinflusst. Diese Art der Temperaturmessung ist niemals für Meteorologischen Daten gedacht worden.

Durch diese Korrektur erscheinen plötzlich viel höhere und ansteigende Werte in der Gegenwart und niedrigere in der Vergangenheit.

http://www.woodfortrees.org/plot/gistemp-dts/plot/hadcrut3vgl



Hier ein Vergleich zwischen herkömmlicher HADCRUT3 vom britischen Wetterdienst und überarbeiteter GISSTEMP von der NASA.

Um 1880 sind die GISS-Daten niedriger und ab 2000 steigen sie ständig weiter an.

Dadurch ergibt sich ein anderer Trend:

http://www.woodfortrees.org/plot/gistemp-dts/plot/hadcrut3vgl/plot/gistemp-dts/trend/plot/hadcrut3vgl/trend/plot/gistemp-dts/from:1966/trend/plot/none


HADCRUT3 zeigt einen Erwärmungstrend von 0,8°C in 166 Jahren, das sind weniger als 0.5°C pro Jahrhundert.

GISSTEMP zeigt einen Erwärmungtrend von 1,4°C in 136 Jahren, das ist ein Erwärmungtrend von mehr als einem Grad in hundert Jahren. Nimmt man nur die letzten 50 Jahre, dann hat man eine Erwärmung von 1,2°C, also 2,4 °C pro Jahrhundert, das fünffache von HADCRUT3. Damit ist man endlich in dem Bereich der Klimaerwärmung angekommen, den die Computermodelle vorausgesagt haben.