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Samstag, 22. Juli 2017

Wie schnell steigt der Meersspiegel?

Jevrejeva hat in seiner Arbeit die globale durchschnittliche Meereshöhe aufgrund von Pegelmessungen seit 1810 rekonstruiert. Zunächst gab es einen leichten Abfall, der anscheinend von den niedrigen Temperaturen der kleinen Eiszeit stammt. Ab 1860 setzte durch die darauffolgende Erwärmung ein Anstieg ein, der bis heute gleich blieb.



Ab 1950 wurde durch die Massen-Industrialisierung vermehrt CO2 in die Atmosphäre geblasen. Einen direkten Zusammenhang mit einem beschleunigten Meeresspiegelanstieg sieht man hier nicht.

Insgesamt handelt es sich um 30 cm in über 150 Jahren oder knappe 2 m pro Jahr. Zum Vergleich ist ein 30-cm-Lineal mit eingeblendet. Man sollte auch bedenken, dass mancherorts der Unterschied zwischen Ebbe und Flut bei über zehn Metern liegt.

Bleibt Anstieg gleich, dann dürfte der durchschnittliche Meersspiegel im Jahr 2100 um ca. 15 cm höher liegen.

Eine Anmerkung zum Schluss: Die Erdkruste ist nicht starr, sondern bewegt sich. Deshalb kann es an Küsten sowohl zu Absenkungen als auch zu Anstiegen kommen, was sich umgekehrt auf den Meerespegelstand auswirkt. An einigen Küsten gibt es auch Absenkungen des Landes durch Abpumpen von Grundwasser.


Freitag, 3. Februar 2017

Der Einfluss von CO2 auf das Pflanzenwachstum

Die Tabelle zeigt, um wieviel Prozent mehr Pflanzenwachstum eine Erhöhung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre um 300ppm bewirkt.

https://pbs.twimg.com/media/C2ZpkmVXUAAxAKs.jpg
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 Bei Wurzelgemüse und Kartoffeln bis zu 49%.

Logisch gesehen ist da nicht verwunderlich. Pflanzen bestehen großteils aus Kohlenstoff, also dem C in CO2. Sie spalten Sauerstoff als O2 ab und bauen mit dem C ihr Pflanzengerüst auf. CO2 ist die einzige C-Quelle für Pflanzen.

Bei einem CO2 Gehalt unter 180ppm hören die meisten Pflanzen das Wachsen auf. Mehr CO2 in der Luft verringert den Wassserbedarf von Pflanzen. In Gewächshäusern wird die Konzentration auf bis zu 1500 ppm erhöht.

Seit den fünfziger Jahren hat sich der CO2-Gehalt der Luft von ca. 300 auf 400 ppm erhöht. in den letzten 30 Jahren hat sich die Vegetationsdichte auf der Erde laut Satellitenbeobachtungen um 15% erhöht. Vor allem Steppen und Dürregebiete wie die Sahelzone haben davon profitiert. Das scheint sich auf eine leichte Erhöhung der Globaltemeraturen und dem erhöhtem CO2-Gehalt zurückführen zu lassen.


Ist CO2 schädlich für Menschen?

1% (10.000 ppm) in der Luft hat noch keine Auswirkungen auf Menschen.

Beim Ausatmen het der Mensch ca. 4% (40.000 ppm) CO2 in der Atenluft. Damit kann man noch andere Menschen bei der ersten Hlfe beatmen.

8-10% (100.000 ppm) über ca. eine halbe Stunde sind tödlich.

http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/Klimabilanz/Treibhausgase/CO2/Wirkung/CO2-Konzentration-Wirkung.html

Nicht zu verwechseln mit CO2 ist das giftige Gas Kohlenmonoxid.

Mittwoch, 4. Mai 2016

CO2 Ausstoß in der EU steigt - auch Deutschland hat nicht reduziert

Dieser Graph von Eurostat zeigt, welche Länder der EU ihren CO2 Ausstoß erhöht oder reduziert haben. Deutschlands Ausstoß ist gleich geblieben.


Quelle: ESTAT   (hier findet man auch eine Tabelle mit den absoluten Zahlen)

In der gesamten EU ist der CO2 Ausstoß um 0,7% gestiegen.

In einer von den Grünen in Auftrag gegebenen Studie stieg in Deutschland der CO2 Ausstoß von 2014 auf 2015 sogar um 1,1%.

Hier das deutsche PDF dazu.

Die Kosten für die Energiewende beliefen sich 2015 auf 28 Milliarden Euro. Dieses Jahr kommen voraussichtlich nochmal 3 Milliarden Euro dazu.

Montag, 28. März 2016

Die Energiewende wendet sich - es geht aufwärts mit dem CO"-Ausstoß





Atomkraftwerke abschalten und CO2 sparen, das funktioniert nicht. Vor allem, wenn der Strom jetzt von Kohlekraftwerken erzeugt wird. Wind und Sonne bringen irgendwie nicht genug. Und sparen wollen die Deutschen auch nicht. Alls wird zwar sparsamer... aber dafür hat man mehr davon.

So rettet man die Welt nicht, liebe Deutsche. und die Ziele 2030 und 2040 werden wir auch nicht erreichen. Bei uns ging es eh nur so wundersam bergab mit dem CO2, weil lansam die uneffizienten Industrien im Osten langsam stillgelegt wurden.

Montag, 14. März 2016

Wie schnell saufen wir ab?

Wieder mal wollte ich es genau wissen. Der Weltklimarat IPCC behauptet
  • dass der Meeresspiegel vor hundert Jahren so um 1 mm pro Jahr gestiegen ist,
  • und heutzutage um 3,2 mm pro Jahr. Das beweise, dass durch die Klimaerwärmung - hervorgerufen durch erhöhten CO2-Ausstoß - der Meeresspiegel immer dramatischer ansteige.
  • Früher wurden die Meerespiegel durch die Pegelstände weltweit direkt gemessen - heute durch Satelliten. Die Satellitendaten sollen mit den aktuellen Pegelständen übereinstimmen. Dazu muss angemerkt werden, dass die Satellitendaten bis ca - 2000 keinen Anstieg verzeichneten. Erst durch Veränderung der Formeln ergab sich der jetzige Wert.
Also steht die Frage im Raum: Steigt der Meeresspiegel wirklich dramatisch? Sind Inseln und Küstengebiete in Gefahr? Und kann das ein Laie überprüfen, ohne irgendwo hinzufahren oder Wissenschaftler zu sein?


Es ist dann möglich, wenn man Zugriff zu den Meerespiegel-Messungen weltweit hat, vor allem, wenn sie schon seit langer Zeit gemessen wurden. Dann kann man früher mit heute vergleichen und sehen, wie dramatisch es ist.


Zum glück gibt es PSMSL. Permanent Service for Mean Sea Level also den ständigen Service für den durchschnittlichen Meerespegel. Hier
kommt man auf eine Weltkarte, auf der man jede ständige Pegelstation finden kann und auch unter "plots" ablesen, wie dort das Meer so steigt oder fällt - über die Jahre gesehen. Man kann auch auf eine Option klicken, und erfährt dort aufgrund der Farbe der Station, wie lange dort schon gemessen wird. Die Farbe weiß steht für 100 Jahre oder länger.


Da wollen wir doch gleich mal dort nachsehen, wo so lange gemessen wird. Wo sind denn nun die gefährdetsten Gebiete? Die Südseeinseln und Bangladesh. Los gehts, ab in die Südsee.


Leider gibt es da nur eine Station mit 100 Jahren Pegelmessung. Das ist Honolulu auf Hawaii. Meeresspiegelanstieg in 100 Jahren: 100mm, also 1mm pro Jahr. Beschleunigter Anstieg die letzten 30-50 Jahre? Nichts. Es geht immer gleichmäßig langsam aufwärts. Puh - Entwanung Hawaii geht nicht unter. Die nächsten Urlaube sind gerettet - auch für unsere Enkel.


Also ab nach Bangladesh am Indischen Ozean. Dort sind die Menschen sehr arm und können nirgendwohin ausweichen, wenn das Meer kommt. Leider gibt es dort keine langjährigen Messungen. Die nächste 100jährige liegt in Mumbai, Indien. Dort stieg der Meeresspiegel in 100 Jahren um 50mm. Es ist zwar etwas weit weg von Bangladesh, aber auch im Indischen Ozean ist anscheinend nichts Alarmierendes los. Kein beschleungter Anstieg.


In ganz Australien gibt es nur zwei hundertjährige. In Freemantle an der Westküste stieg das Meer in 100 jahren um 200mm und zwar in einer Wellenlinie. In Sydney an der Ostküste stieg das Meer in hundert Jahren bis 1993 um 5cm,  dann hat man dort das Messen aufgehört. In Port Kembla, etwas südlich davon gelegen, stieg das Meer von 1990 bis heute um ca 5 cm. Etwas schneller als in Sydney, aber nichts umwerfendes.


Neuseeland hat Dunedin als den einzigen Hundertjährigen. Dort stieg das Meer die letzten hundert Jahre um 10 cm. Also auch in Zukuft Kiwis und Lammfleisch von dort.


Ganz Südamerika hat keinen einzigen hundertjährigen, aber Mittelamerika: Panama, 10 cm in hundert Jahren, kein beschleunigter Anstieg die letzten Jahrzehnte.


Nun zu den USA, Florida, Key West: 200mm Anstieg in hundert Jahren, aber keine Beschleunigung.


Galvestone, Texas, in der Nähe von Houston: Na endlich mal Abwechslung! 600mm in 100 Jahren, aber merkwürdigerweise nachlassend die letzten Jahrzehnte.


Die USA hat viele hunderjährige und der Trend an der Ostküste ist höher als anderswo. Aber dort senkt sich gerade die Erdkruste.


Afrika hat keinen hundertjährigen, aber Aden im Yemen auf der Arabischen Halbinsel: 15 cm in hundert Jahren, aber die Auszeichnungnen sind vielfach unterbrochen.


Europa hat viele hunderjährige, und die Antlantikküste, Südengland und sturmflutgeplagten Holländer verzeichnen so um die 200mm in hundert Jahren


Die deutsche Küste hat auch so um die 200mm, aber das nördliche Dändmark verzeichnet null mm in hundert Jahren.


Südschweden hat ein leicht negatives Gefälle, aber im finnischen Meerbusen (Nordschweden und Finnland) sank das Meer um 1000mm in hundert Jahren.


Schlimmer war es nur noch in Kleinasien, wo alle historischen Meerhäfen der Antike verlandet sind, also jetzt viele km von der Küste entfernt sind.


Was ist das Fazit unseres kleinen Umblicks?


Die Meerespegel der langjährigen historischen Aufzeichungen ändern sich recht gleichmäßig, nirgendwo Anzeichen für einen beschleunigten Anstieg. Die Mehrzahl der Pegelanstiege liegen bei 100mm pro Jahrhundert, Mitteleuropa und Nordamerika haben um die 200 mm in hundert Jahren. Generell sieht man keine Überinstimmung von CO2-Anstieg und Meeresspiegel.


Es gibt Gegenden, wo der Meeresspiegel anscheinend tektonisch, also die Erdkrustenbewegung betreffend, beeinflusst zu sein scheint.

Natürlich ist das noch kein Beweis, deshalb werde ich demnächst mal diverse Gegenden näher ins Auge fassen.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Warum wird die Erde grüner? Es muss CO2 sein.

Eine neue Studie von der Indiana University beschäftigt sich mit dem Ergrünen unseres Planeten in den letzten Jahrzehnten. Das wurde durch Vergleich von Satellitenfotos von früher und jetzt ermittelt. Das Bild unten zeigt die Zuwächse in Pflanzenmasse pro Jahrzehnt. Tiefes Dunkelgrün bedeutet mehr als 20% Zuwachs in 10 Jahren. Der Beobachtungszeitraum ist 30 Jahre, also 3x so lange.

greening-earth
Ursache ist für die Wissenschaftler ein geringerer Wasserverbrauch der Pflanzen. Durch die erhöhte CO2 Konzentration in der Atmosphäre brauchen Pflanzen weniger Wasser und legen mehr Blattmasse an. Das kommt anderen Pflanzen dort zugute. Der Zuwachs findet vor allem in den Trockengebieten statt.

Das kann man gut in Afrika sehen: unterhalb der Sahara, in der sogenannten Sahelzone, finden starke Zuwüchse statt. Die Sahelzone war in der Vergangenheit bekannt für die häufigen Hungersnöte und das Vordringen der Wüste.

Anmerkung: Das Pflanzenwachstum findet alleine dadurch statt, dass durch Photosynthese der Luft CO2 entnommen wird. Der Kohlenstoff C wird zu Pflanzenmasse, also Blätter, Holz und Früchte. Abgegeben wird Sauerstoff O2.
Deswegen wird in vielen Gewächshäusern CO2 zugesetzt, auf bis zu 1500ppm.
In der Atmosphäre befindet sich z.Zt durchschnittlich 400ppm CO2 (= 0.04%).

Manche Forscher weisen darauf hin, dass in früheren Erdzeitaltern der CO2-Gehalt viel höher war, bis zu 5000ppm (0.5%). In diesen Zeiten herrschte so üppiger Pflanzenwuchs, dass aus dem damaligen Wäldern die heutigen Kohlenflöze entstehen konnten. Wir leben demzufolge in einer CO2-Mangelzeit. Durch Verbrennung fossiler Rohstoffe geht es also ein bisschen zurück zu den früheren Zuständen.

Die Wissenschaftler, so heißt es in der Studie, sind sich nicht sicher ob dieses Ergrünen eine gute Entwicklung ist.

Quelle: hier

Sonntag, 25. Januar 2015

Frage auf Youtube: Ist der Klimawandel eine Lüge?

Ist der Klimawandel eine Lüge? Das wurde hier auf Youtube gefragt.

Meine Antwort dazu:

1. Klimawandel gibt es. Solange die Erde besteht, schwingt die Temperatur in Zyklen einige Grade auf und ab.
2. Klimagase regulieren den Wärmehaushalt der Atmosphäre. Aber nicht sie allein. Auch Wolkenbedeckung, Sonnen-Magnetismus und Konvektion (Luftumwälzung) haben einen großen Anteil daran.
3. Der Mensch hat seit ca. 1950 die Menge der Treibhausgase in der Atmosphäre erheblich erhöht und diese steigt regelmäßig und leicht beschleunigt an.
4. Von 1950 bis 1975 ist es global kälter geworden. Von 1975 bis 1998 ist die Temperatur stark gestiegen. Seit 1998 bleibt die Temperatur gleich oder sinkt sogar etwas, je nach Statistik.
5. Die Erhöhung der Globaltemperatur und der Anstieg der Klimagase hat bis 1998 grob zusammengepasst.
6. Heute, 17 Jahre später, ist es klar ersichtlich, dass der Zusammenhang ein Zufall war. CO2-Anteil und Temperatur in der Atmosphäre haben keinen direkten Zusammenhang.

Obwohl CO2 einen Einfluss auf den Wärmehaushalt der Erde hat, gibt es anscheinend andere Faktoren, die viel stärker sind.

Antwort: Es gibt einen Klimawandel. Der Mensch trägt mit Klimagasen etwas dazu bei. Andere Einflüsse sind aber viel stärker. Bis jetzt ist kein katastrophaler Anstieg der Globaltemperatur erkennbar. Die Temperaturen bewegen sich im Rahmen der Klimaschwankungen wie sie seit mehreren tausend Jahren beobachtet wurden.